Ein neuer Trainer, eine neue Stimmung, alles soll und kann besser werden. Die Mannschaft jung, hungrig, gespickt mit Eigengewächsen, einer meiner feuchtesten Träume seit den 80ern. Erste Erfolge stellen sich ein, zarte Pflänzchen zwar, aber Grund zur Hoffnung. Wieder Spaß im Stadion, Ruhe im Umfeld. Trügerische Ruhe, wie sich zeigte. Just, als die Ruhe schon fast unheimlich für Schalker Verhältnisse schien, platzte eine fast schon zu erwartende Bombe. Der Manager steht im Mittelpunkt einer einmal mehr unsäglich scheinenden Schmierenkomödie, ausgelöst vom üblichen Verdächtigen.

Da wird bekannt, dass schon seit Ende der letzten Saison still und heimlich mit dem ausgeguckten Nachfolger des Managers verhandelt wurde. Und nicht etwa legitimiert durch das dafür zuständige gewählte Gremium (zumindest ist mir nichts anders bekannt), sondern aufgrund eigenem Gusto. Da wird die Einrichtung des Eilausschuss miss gebraucht, um ein Vorstandsmitglied von hinten abzuschießen. Und das, obwohl auf der Mitgliederversammlung noch ganz andere Töne zu hören waren.

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„Ein Österreicher ruft und ihr folgt blind, wo das endet weiß jedes Kind. Ihr wärt gute Nazis gewesen!“ So zu lesen auf einem Spruchband in Aue. Darf man das? Zu hart? Hat ein solches Spruchband etwas im Fußball verloren? Die Antwort ist einfach und lautet: Nein. Das darf man nicht. Nichts, aber auch gar nichts erlaubt einen solchen Vergleich mit einem faschistischem System, das 6 Mio. Menschen kaltblütig ermordet hat und verantwortlich für den Tod von weiteren zig Millionen im Krieg war.

Dennoch ist es interessant, wie einfach man auf Parallelen stößt, wenn man sich mal die Mechanismen anschaut, auf denen das Konzept RB Leipzig nebst seinen Folgen basiert. Da kann man leicht auf solch abstoßende Gedanken kommen wie den Nazi-Vergleich. Damit meine ich nicht die dumpfe Attitüde mit dem Österreicher, das ist selbst mir zu platt (und das will etwas heißen, ja).

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