Kommerz im Fußball: Ohne ihn geht es nicht, aber wenn der Kommerz ausufert, macht es auch keinen Spaß mehr. Der frisch gegründete „FC PlayFair! e.V.“ widmet sich dieser Thematik. Der Verein versucht, Aufmerksamkeit für die Interessen von Fußballfans zu bekommen und Fans, Vereine, Funktionäre und Verbände an einen Tisch zu bringen. SCHALKE UNSER sprach mit Claus Vogt, dem Initiator von „FC PlayFair! e.V.“, über irre Transfersummen, das Image des DFB sowie Fan-Vertreter im Aufsichtsrat.

SCHALKE UNSER: Der „FC PlayFair!“ hat eine Umfrage unter mehr als 17.000 Fußballfans initiiert, um auf möglichst breiter Basis Probleme zu identifizieren und gleichzeitig auch mögliche Lösungsansätze aufzuzeigen. Wie kam es dazu?

CLAUS VOGT: Wenn man sich so umhört, dann bekommt man das diffuse Gefühl, dass viele Fußballfans ein Problem mit der derzeitigen Entwicklung des Fußballs haben. Wir wollten dieses Gefühl in Zahlen fassen und haben uns für eine Studie entschieden. Daraus wurde dann – auch mit Hilfe des Kicker-Sportmagazins – die größte wissenschaftliche Untersuchung zu diesem Thema, die jemals im deutschen Profifußball durchgeführt wurde.

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Die Frist bzgl. Einsendung der Fragebögen der Wahlausschuss-Kandidaten ist gestern abgelaufen. Wir vom Schalker Markt freuen uns sehr, dass so viele Kandidaten sich beteiligt und einen Fragebogen eingeschickt haben. Dafür vielen Dank an alle Kandidaten! Wir hoffen allen Lesern so einen guten Überblick über alle Kandidaten liefern zu können.

Hier nun die Liste aller Einsendungen mit einem Link zu dem jeweiligen Fragebogen:

 

1. Kannst du dich kurz vorstellen? Mein Name ist Mathias Schipper, 59 Jahre alt, verheiratet, 2 Kinder, seit 24 Jahren selbstständiger Physiotherapeut.

2. Warum hast du dich für den Wahlausschuss beworben? Wer, wie ich, häufig Kritik äußert, der sollte am besten selbst aktiv werden. Deshalb möchte ich Verantwortung für meinen Verein übernehmen und mich dafür einsetzen, Dinge zum positiven zu verändern.

3. Warum sollten Schalker ausgerechnet dich wählen? Auf Grund der Menschenkenntnisse, die ich durch 24 jährige Selbstständigkeit und durch den regelmäßigen Kontakt zu Menschen, die aktuell im sportlichen Bereich tätig sind, erworben habe.

Durch die emotionale Bindung an den FC. Schalke 04, bedingt durch die langjährige Zeit als Profi für unseren Club, sowie durch die engen Kontakte zu den Fan Clubs und auch zu den einzelnen Fans konnte ich ein Gespür für die Wünsche der Anhänger entwickeln. Diese Erfahrungen kann ich auch in die Gespräche mit Bewerbern für den Aufsichtsrat einfließen zu lassen.

Außerdem sollten mich die Schalker wählen, weil ich mich als unabhängiger Kandidat bewerbe. Für eine kritische Auswahl des Aufsichtsrats ist diese Distanz nötig.

4. Was macht für dich einen guten Aufsichtsratskandidaten aus? Der Bewerber sollte ein unabhängig denkender und handelnder Mensch sein, der über gute Menschenkenntnisse verfügt. Er sollte eine hohe soziale Kompetenz mitbringen, damit eine konstruktive Zusammenarbeit im Aufsichtsrat möglich ist. Wichtige Entscheidungen sollte er stets im Sinne des FC Schalke 04 treffen.

Darüber hinaus sollte der Aufsichtsratskandidat über eine gute Vernetzung innerhalb von Wirtschaft, Politik, Sport und Verwaltung verfügen. Auch Kenntnisse über den nationalen und internationalen Fußball sowie Kontakte in diesen Bereichen sind notwendig und förderlich.

Sehr wichtig finde ich auch, dass der Bewerber einen Blick für den Breitensport in unserem Verein hat und diesen auch in Zukunft weiter fördert.

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1. Kannst du dich kurz vorstellen? Ich heiße Thomas Merz, bin 52 Jahre alt, verheiratet, 2 Kinder. Nach der Schule war ich bei der Bundeswehr, habe eine Banklehre gemacht, BWL studiert und arbeite seitdem im Finanzbereich von Industrieunternehmen. Ich stamme aus Hagen / Westf. und wohne seit 20 Jahren in Duisburg. Ich bin seit meiner Kindheit Schalker und war Anfang der 80er Jahre Gründungsmitglied des Fanclubs Hagen.

2. Warum hast du dich für den Wahlausschuss beworben? Ich habe im vergangenen Jahr die Diskussion über die Rolle des Wahlausschusses intensiv verfolgt, zunächst in der Presse, später online und bei der Vorstellung der Aufsichtsratskandidaten. Ich bin zu der Erkenntnis gekommen, dass der Wahlausschuss zwar nur eine Aufgabe hat, diese jedoch mit einer hohen Verantwortung verbunden ist. Daraufhin habe ich beschlossen, hier meine Mitarbeit anzubieten.

3. Warum sollten Schalker ausgerechnet dich wählen? Weil ich die Qualifikation mitbringe, diese Aufgabe verantwortungsvoll zu erfüllen. Weil ich neutral und ungebunden bin. Und weil ich mit dem Herzen Schalker bin.

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1. Kannst du dich kurz vorstellen? Markus Seidl, geb. am 27.09.71 in Gelsenkirchen. Glücklich verheirateter Familienvater von drei bezaubernden Töchtern. Erfolgreicher Unternehmer in und für Gelsenkirchen. Netzwerker, Querdenker, Macher, Sportler. Ich besitze Schalker DNA.

2. Warum hast du dich für den Wahlausschuss beworben? Meine Seele ist durch und durch königsblau. Ich bin seit 1992 Mitglied des FC Schalke 04 und möchte mich jetzt noch aktiver in das Vereinsleben einbringen. Da ich schon mein ganzes Leben lang Schalker bin, kenne ich unseren Verein ganz genau. Deshalb weiß ich, was Schalke ist und was Schalke braucht.

3. Warum sollten Schalker ausgerechnet dich wählen? Weil ich der Urtyp des Schalkers bin – echt, aufrecht und gerade heraus. Ich will in jeder Hinsicht das Beste für unseren Verein und möchte meine Arbeit im Wahlausschuss ebenfalls nach diesem Grundsatz gestalten.

4. Was macht für dich einen guten Aufsichtsratskandidaten aus? Er muss die Fähigkeit besitzen, auch in emotional aufgeladenen Situationen alle Gesprächspartner wieder auf eine sachliche Ebene zurückzuholen. Er sollte ein positives, authentisches Auftreten besitzen, teamfähig sein, aber auch überzeugen können. Außerdem muss ein Aufsichtsratskandidat dazu in der Lage sein, unangenehme Entscheidungen zu treffen. Diese muss er dann auch durchsetzen können. Der FC Schalke muss immer an erster Stelle stehen.

5. Wie beurteilst du die Arbeit des Aufsichtsrats in den letzten Jahren? Es war ein harter Job, in dem viel richtiggemacht worden ist.

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1. Kannst du dich kurz vorstellen? Mein Name ist Thorsten Altfeld, ich bin 41 Jahre alt, wohne in Gelsenkirchen, arbeite als Controller in einer GmbH und bin seit 1994 Mitglied beim FC Schalke 04 e. V.

2. Warum hast du dich für den Wahlausschuss beworben? Die Erfahrung der letzten 3 Jahre im Wahlausschuss hat gezeigt, dass es unabhängiger und freier Kandidaten bedarf. Dazu zähle ich mich und möchte die Arbeit gerne für Euch und unserer Verein fortführen.

3. Warum sollten Schalker ausgerechnet dich wählen? Ich stehe für den eingetragenen Verein und seinen demokratischen Grundzügen. Ich analysiere klar und deutlich und versuche auch in verfahrenen Situtationen trotzdem eine gute Lösung im Sinne des Ganzen zu finden, verlasse dabei aber nicht meinen Weg oder ändere meine Ideologie.

4. Was macht für dich einen guten Aufsichtsratskandidaten aus? Den idealen Kandidaten für den Aufsichtsrat gibt es nicht. Die Aufgaben und Obliegenheiten sind vielfältig und müssen in der Summe durch Persönlichkeiten und entsprechende Qualifikationen abgedeckt sein. Grundsätzlich muss ein Aufsichtsratskandidat unabhängig sein, mit Weitblick denken, zielgerichtet aber dennoch lösungsorientiert und vereinend handeln und sich mit unserem Verein, insbesondere seinen Idealen, identifizieren.

5. Wie beurteilst du die Arbeit des Aufsichtsrats in den letzten Jahren? Es gibt noch viel zu tun und zu verbessern!

6. Wie beurteilst du die Arbeit des Wahlausschusses in den letzten Jahren? Diese Frage möchte ich als aktuelles Mitglied des Organs nicht beantworten.

7. Sollte man den Wahlausschuss reformieren? Wenn ja, wie? NEIN! Es ergibt sich kein Bedarf zu einer Reformierung. Was zu verbessern war wurde im letzten Jahr von der Mitgliederversammlung mit großer Mehrheit beschlossen und verabschiedet. An der Reform des letzten Jahres haben im übrigen auch Unterzeichner des diesjährigen Satzungsänderungsantrags mitgewirkt. Der aktuelle Antrag hat in meinen Augen nur ein Ziel, nämlich die Rechte und Möglichkeiten der Mitglieder einzuschränken.