An dieser Stelle wollen wir euch alle dazu aufrufen am Sonntag zu Mitgliederversammlung in die Arena zu kommen. Macht von euren Mitgliederrechten gebrauch und wählt den Wahlausschuss und zwei Mitglieder des Aufsichtsrats.

Und entscheidet über den Satzungsänderungsantrag zum Wahlausschuss. Hier findet ihr nochmal das Video zu diesem Antrag:

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Die Mitgliederversammlung des FC Schalke 04 e.V. findet in diesem Jahr am 25. Juni statt. Auch diesmal stehen wichtige Wahlen an. Neben dem Wahlausschuss und Ehrenrat werden wieder zwei Aufsichtsratsmitglieder gewählt.

Damit sich alle Mitglieder ein umfassendes Bild der Kandidaten machen können, findet am 19. Juni eine gemeinsam vom FC Schalke 04, den Ultras Gelsenkirchen, dem Supporters Club und der Schalker Fan-Initiative organisierte Podiumsdiskussion der vier Aufsichtsratskandidaten statt. Alle Informationen zu den Kandidaten sind hier zu finden.

Anders als in den vergangenen Jahren wird die Diskussionsrunde in diesem Jahr nur live auf Schalke TV gezeigt und später auf dem Youtube-Kanal des FC Schalke 04 abrufbar sein. Die Fanorganisationen und der FC Schalke 04 haben sich zu diesem Schritt entschieden, um allen Kandidaten die gleichen Chancen zu geben. Weiterhin sind alle davon überzeugt, dass so auch die Mitglieder des Vereins die Möglichkeit haben, sich unvoreingenommen und überparteilich über die Kandidaten zu informieren.

Selbstverständlich können Vereinsmitglieder den Kandidaten Fragen stellen, sie können bis zum 2. Juni 2017 per Mail an mitgeredet@schalke04.de gesendet werden. Die Fanorganisationen werden ebenfalls Fragen einreichen, die den Kandidaten vorab gemeinsam mit den Fragen der Mitglieder übergeben werden. Die rund 60-minütige Diskussion wird von dem Sky-Journalisten Stephan Schäuble geleitet.

Weitere Informationen werden zeitnah auf den Kanälen des FC Schalke 04 und der Fanorganisationen veröffentlicht.

Eigentlich sollte sich jeder Schalker eine ruhige Mitgliederversammlung wünschen, doch dann kommt es wieder einmal anders als gedacht und plötzlich taucht ein Antrag zur Änderung der Besetzung des Wahlausschusses auf. Es braucht kein gutes Gedächtnis, um sich daran zu erinnern, dass wir erst im letzten Jahr unsere Satzung in diesem Punkt geändert haben. Dies jedoch hält einige Verantwortliche in unserem Verein nicht davon ab, einen neuen Antrag zu stellen und die zusammen mit den Mitgliedern erarbeiteten Ergebnisse umzuwerfen.

Aber worum geht es? Bisher hat die Mitgliederversammlung alle Mitglieder des Wahlausschusses direkt gewählt. Das soll nun geändert werden: In Zukunft soll nur noch die Hälfte der Mitglieder des Wahlauschusses von uns Mitglieder gewählt werden, der Rest soll durch die verschiedenen Gremien des Vereins bestimmt werden.

Der Wahlausschuss ist bereits das letzte Gremium, auf welches die Mitgliederversammlung, das höchste Organ des Vereins, direkten Einfluss hat. Doch auch dieses Mitgliederrecht soll nun drastisch eingeschränkt werden und man schafft sich zusätzlich noch mehr unnötige Abhängigkeiten innerhalb des Vereins. Wie zum Beispiel der Vertreter des Aufsichtsrats objektiv und unabhängig über mögliche Kandidaten für eben jenes Gremium entscheiden soll, ist nur schwer vorstellbar.

In der Begründung des Antrags wird mit Stabilität argumentiert, mit dem gleichen Argument wurde aber bereits im vergangenen Jahr der Wahlausschuss reformiert und ein rollierendes Verfahren eingeführt. Dadurch hat die Mitgliederversammlung jedes Jahr die Möglichkeit, korrigierend bei der Zusammensetzung des Wahlausschusses einzugreifen und so Kritik an den Ergebnissen des Wahlausschusses zu äußern. Warum man diesem Verfahren keine Chance gibt und man bereits ein Jahr später an unserer Satzung rumschrauben möchte, ist absolut unverständlich. Weshalb das rollierende Verfahren keine Erwähnung im neuen Antrag findet, wäre an dieser Stelle auch eine interessante Frage.

Betrachtet man unaufgeregt die Arbeit des Wahlausschusses in den letzten Jahren, ohne sich von der unbelegten Panikmache des letzten Jahres anstecken zu lassen, ist auch dort kein Grund für diesen Antrag zu finden. Sicherlich hat nicht jeder Kandidat auf der Mitgliederversammlung überzeugt, doch auch das ist nach der besten Auswahl nie auszuschließen. Ebenso lässt sich die Frage stellen, ob sich die Auswahl an Kandidaten durch eine Beteiligung des Aufsichtsrates verbessert, betrachtet man die Entscheidungen so mancher Gremien, die in der Vergangenheit auf Schalke getroffen wurden.

Zusammengefasst gilt es, diesen Antrag nicht zu unterstützen! Die Mitgliederrechte dürfen nicht weiter eingeschränkt und der eingetragene Verein so nicht weiter ausgehöhlt werden. Es muss weiterhin eine größtmögliche Unabhängigkeit zwischen den Gremien bestehen, deswegen ist zu hoffen, dass einige Leute zur Vernunft kommen und diesen Antrag doch noch zurückziehen. Das wäre zumindest die einzig vernünftige Lösung!

Der Ehrenrat, das vereinsinterne Schiedsgericht des FC Schalke 04, hat vor Gericht die nächste Niederlage einstecken müssen. Schon wieder hat das Landgericht Essen die unrechtmäßige Suspendierung eines Mitglieds des Aufsichtsrats durch den Ehrenrat einkassiert.

Was war geschehen?

Wir erinnern uns noch an die letztjährige Schalker Mitgliederversammlung: Im Vorfeld hatte es kontrovers geführte Debatten um den Aufsichtsratsvorsitzenden Clemens Tönnies gegeben. Im Aufsichtsratsgremium hatte Dr. Andreas Horn dem Vorsitzenden Tönnies ein Gespräch angeboten, nachdem dieser dazu aufgefordert hatte, ihm eine „goldene Brücke“ zu bauen – und ihm einen geordneten Rückzug zu ermöglichen. Tönnies wertete dies als Affront, auf der Mitgliederversammlung schlug er seine Hand aus und er ließ ein Ehrenratsverfahren gegen Horn einleiten.

Weitere Details dazu siehe hier.

Der Ehrenrat ermittelte sodann gegen Dr. Horn und suspendierte ihn Ende Februar für zwölf Monate. Dr. Horn klagte gegen seine Suspendierung und gestern fand dazu die Gerichtsverhandlung am Landgericht Essen statt. Aufgedeckt wurden dabei verschiedene Verfahrensfehler des Ehrenrats.

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„Ein Großaufgebot der Polizei sowie der Verzicht auf Provokationen sollen dabei helfen, die als Hochrisikospiel eingestufte Partie reibungslos über die Bühne zu bringen.“ So schreibt Reviersport über das anstehende Spiel gegen Saloniki.

Und das heißt: Schuld an den Ausschreitungen sollen wieder einmal die Fans sein. Doch das bleibt – es gibt keinen Wahrheitsbeweis durch ständiges Wiederholen – in der Sache falsch. Wie selbst die Polizei zugeben musste, ist das Zeigen einer mazedonischen Ex-Flagge keine Straftat. Dennoch räumt sie nicht ein, die 87 Verletzten und die Eskalation vor drei Jahren selbst verursacht zu haben. Sondern schiebt sie mit solchen Formulierungen die Schuld den Opfern in die Schuhe. Wäre dem damaligen Einsatzleiter die deutsche Rechtslage bewusst gewesen, wäre nichts passiert.

Und es ist auch dem unverhältnismäßigen Vorgehen der Polizei vor drei Jahren zuzuschreiben, dass ein Fußballspiel nun aufgeladen und überlagert ist mit einem seit Jahren schwelenden Streit zwischen Griechenland und einem Staat, der nicht Mazedonien heißen darf, weil Griechenland das nicht will. Damals hing eine Fahne eine ganze Halbzeit, ohne dass Medien oder Gästefans sie zur Kenntnis genommen hätten. Vermutlich wäre das auch genau so geblieben. Gerade aber durch den Polizeieinsatz wurde ein Fußballspiel überhaupt erst zu einem Forum, bei dem eine Fahne, ein Banner oder anderes eine Aufmerksamkeit „genießt“, die anders wohl nie zustande gekommen wäre.

Nein, schuld sind hier nicht die Fans.

“Wir alle, auch die Polizei Gelsenkirchen, wollen die Bilder von 2013 nicht wieder sehen.” So sprach Polizeipräsidentin Anne Heselhaus-Schröer über das vergangene und zukünftige Saloniki-Spiel. Doch Fehler räumt die Polizei bis heute nicht ein.

“Fest steht, dass die umstrittene Fahne keinen Straftatbestand erfüllt. Dies müssen alle zur Kenntnis nehmen und berücksichtigen.” So twitterte die Polizei Gelsenkirchen von der Pressekonferenz. Das lässt hoffen, man habe dazugelernt.

Doch eine Entschuldigung für die 87 Verletzten, von der ist nichts zu lesen oder zu hören. Ganz im Gegenteil: “Der gemeinsame Appell von Verein und Polizei an alle Fans lautet daher, sich friedlich zu verhalten, die eigene Mannschaft lautstark und emotional zu unterstützen, sich dabei nicht provozieren zu lassen und auch selbst nicht zu provozieren sowie sich von Gewalt und Gewalttätern zu distanzieren.” Also sind doch die Fans schuld, die – siehe oben – doch eigentlich gar nichts falsch gemacht haben.

Und noch eines oben drauf: “Eins muss klar sein, wir werden keine rechtsfreien Räume dulden …” – welche denn? Es gab doch keine strafbare Handlung? “… und gegen Strafttäter konsequent einschreiten.” Nur dann nicht, wenn die Straftäter aus den eigenen Reihen stammen. Alle Verfahren gegen Polizisten wurden kurzerhand und rasch eingestellt.

Wir haben auch einen Appell – an die Polizei: Geben Sie endlich zu, dass es – im Rückblick – eine falsche Entscheidung gewesen ist, wegen eines Stücks nicht rechtswidrigen roten Stoffs einen Block zu stürmen und mit “Multifunktionsstöcken” und Pfefferspray unterschiedslos auf Kinder und Jugendliche loszugehen. Ach ja, wie sagen Sie selbst? “Gewalt gegen Frauen, Kinder und Familien ist nicht tolerierbar.” Zugegeben, in einem anderen Zusammenhang, aber in der gleichen Pressekonferenz.

Entschuldigen Sie sich drei Jahre nach einem menschlichem Fehler mit tragischen Folgen bei den Opfern dieses Einsatzes, denn auch wir sind Ihrer Meinung: “Gewalt hat im Stadion nichts zu suchen.” Auch nicht durch die Polizei.