Von Resser Mark aus bewegen wir uns ein Stück nach Norden und landen in Gelsenkirchen Resse. Da auch dieser Stadtteil aus viel Wald und Grünflächen besteht, fällt auch diese Woche der Text nicht allzu lang aus. Wir wünschen trotzdem viel Spaß beim lesen!

Die Bauernschaft Resse erreichte die Industralisierung 1895. Das Hertener Bergwerk Ewald errichtete die Schachtanlage 3/4 auf Resser Gebiet. Dies führte zu einem ungehemmten Wachstum, zahlreiche Geschäftsleute eröffneten Läden, Zechensiedlungen entstanden und die Einwohnerzahl stieg steil an. Das Wachstum wurde durch den Ausbruch des 1. Weltkrieges 1914 allerdings abrupt beendet und es folgten Jahre politischer Unruhe und wirtschaftlicher Not. Trotz der Industrialisierung werden heute noch 44,4% der Fläche landwirtschaftlich und gar 6,6% forstwirtschaftlich genutzt. Teile des Forstorts Emscherbruch, eines der bedeutendsten Waldgebiete im Ruhrgebiet, liegen in Resse.

Für die Groundhopper kann Resse mit der Bezirkssportanlage „Im Emscherbruch“ aufwarten. Die Sportanlage teilen sich der VfL Resse 08 e.V. aus der Kreisliga B2 und Viktoria Resse 75 aus der Bezirksliga 12. Das Stadion hat eine Kapazität für 6.000 Personen und besteht aus einer überdachten Tribüne und einigen Stufen. Die Anlage umfasst einen Rasen- sowie einen Ascheplatz. In Sachen Freizeit gilt es noch den Bikepark zu nennen. Der Park liegt im Emscherbruch und wird vom RC Buer/Westerholt betrieben.

Überregionale Aufmerksamkeit erlangte Resse im November 1971: Im Entführungsfall Theo Albrecht, seines Zeichens Mitgründer des Aldi-Unternehmens, wurde das Auto des Opfers in der Ahornstraße gefunden. Auf www.spiegel.de gibt es dazu etwas zu lesen.