Vielen Schalkern dürfte der desaströse Polizeieinsatz beim Saloniki-Spiel vor über einem Jahr noch in schlechter Erinnerung sein. Er war ein trauriges Beispiel für die absolute Notwendigkeit einer Kennzeichnungspflicht für Polizisten, die sich in Deutschland leider nur sehr schleppend durchsetzt. Anfang dieser Woche hat der Innenminister Baden-Württembergs jedoch bestätigt, die im Koalitionsvertrag festgeschriebene anonymisierte Kennzeichnung in seinem Land einführen zu wollen. Grund dafür seien 5 weitere Länder, in denen diese bereits eingeführt ist, und 3 weitere (darunter NRW), die sich zumindest damit beschäftigen.

Man kann also hoffen, dass dieser Trend sich gegen den Widerstand der Polizeigewerkschaften auf andere Länder überträgt und eine Kennzeichnung zum bundesweiten Standard wird, sodass Opfern von Polizeigewalt Gerechtigkeit widerfährt und die Täter bestraft werden können.

Quelle: www.swr.de