Es ist ja nicht so, als wäre das Kunstprodukt aus Leipzig ohnehin schon unbeliebt bei Fans aller Couleur. Der erst 7 jährige Retortenclub von Ralf Rangnick hat dem Ganzen am Samstag beim Heimspiel gegen Schalke durch das Verhalten auf dem Platz noch die Krone aufgesetzt.

Bereits in der ersten Spielminute täuschte Timo Werner ein Foul im Strafraum vor. Fährmann konnte in der Situation die Arme auch nicht weiter wegziehen. Trotzdem hat es nicht gereicht, um die Fehlentscheidung von Schiedsrichter Dankert nicht mehr abzuwenden. Wie man solch eine Entscheidung treffen kann, bleibt Dankerts Geheimnis, denn selbst aus dem Gästeblock im Oberrang war klar ersichtlich, dass das eine Schwalbe war.

Aber gut, Fehlentscheidungen gibt es im Fußball, sie sind manchmal nur schwer hinzunehmen – kommen aber nun mal vor. Wo Menschen sind werden auch Fehler gemacht. Was aber nicht wegzudiskutieren ist, ist das Verhalten von Timo Werner, das ein sehr hässliches Licht auf den Verein und den Profifußball wirft. Zählen heutzutage nur noch Erfolg und Punkte um jeden Preis? Nachträgliche Entschuldigungen kann sich der Spieler letztendlich auch sparen, besonders nachdem in den ersten Stellungnahmen noch versucht wurde das ganze zu rechtfertigen. Im Millionengeschäft Bundesliga stehen heutzutage Werte wie Fairness nicht mehr auf der Tagesordnung, weil sich die Vereine und Spieler dadurch keinen finanziellen Vorteil verschaffen können. Besonders frech sind da noch die Aussagen von Rangnick zu erwähnen, der zu einem Reporter sagt „man solle die Kirche im Dorf lassen“. Einsicht sieht anders aus. Über eine mögliche Vorbildfunktion wollen wir an dieser Stelle erst gar nicht reden.

Die 3 Punkte sind für Schalke weg. Aber was bleibt – und das ist was zählt – ist dass die Fans stolz auf ihren Verein sein können. Für Werte und Tradition, gegründet von Kumpeln und Malochern.