1. Kannst du dich kurz vorstellen?
Mein Name ist Astrid Erlebach, 44 Jahre alt, geboren und aufgewachsen in Gelsenkirchen und seit einigen Jahren wohnhaft in Herten. Schalke-Fan bin ich gefühlt schon ewig und Vereinsmitglied seit 2006.

Außerdem bin ich Gründungsmitglied der Knappenschmiede Supporters. Dadurch besuche ich nicht nur die Spiele der Profis, sondern noch zusätzlich ca. 50 bis 60 jährliche Heim- und Auswärtsspiele sowie Trainings ab der U12. Für mich ist die Jugendarbeit auf Schalke eine absolute Herzensangelegenheit.

2. Warum hast du dich für den Wahlausschuss beworben?
Der Wahlausschuss hat eine wichtige Funktion. Er trifft eine Auswahl von geeigneten Kandidaten, fachlich und persönlich! Das genau habe ich mir schon im Berufsleben angeeignet: als Personalmanagerin und – von der anderen Seite – als Betriebsratsvorsitzende. Und darum geht es: Dinge von allen Seiten zu sehen, wertfrei und mit dem nötigen Abstand. Mein Bestreben ist es, gemeinsam unseren Verein weiter nach vorne zu bringen und das können wir nur mit einem starken Aufsichtsrat.

3. Warum sollten Schalker ausgerechnet dich wählen?
Weil ich authentisch und unabhängig vom Verein bin, mich nicht verbiegen lasse. Alle, die mich bisher kennengelernt haben, wissen, dass mir Schalke sehr am Herzen liegt. Und genau wie ihr alle möchte ich, dass wir weiterhin im Aufsichtsrat gut aufgestellt sind, mit Menschen, die unseren Verein im Sinne der Mitglieder führen.

4. Was macht für dich einen guten Aufsichtsratskandidaten aus?
Ein guter Kandidat ist unserem Schalke 04 e.V. verbunden und handelt  ausschließlich im Sinne des Vereins, des Leitbildes und gemäß unserer Satzung. Er bereichert durch sein Wissen und seine Kompetenz den Aufsichtsrat. Dazu gehören natürlich ein gesundes Urteilsvermögen,  Neutralität und das Bestreben, Schalke 04 weiter auf ein solides Fundament zu stellen, finanziell wie auch sportlich. Er verliert dabei aber niemals den Blick zur Basis, denn wir sind ein eingetragener Verein, dessen Kapital nicht zuletzt auch seine Mitglieder sind.

5. Wie beurteilst du die Arbeit des Aufsichtsrats in den letzten Jahren?
Es gibt bestimmt Dinge, die man grundsächlich verbessern kann, aber dies von außen zu beurteilen, ist schwierig. In den letzten Jahren gab es leider sehr viel Unruhe in diesem Gremium, aber das abgelaufene Jahr zeigt auch, dass -wenn jeder sich auf seine Aufgabe konzentriert- es auch ruhig und sachlich geht. Was mir persönlich fehlt, ist eine langfristige Richtung, die kann ich noch nicht erkennen.

6. Wie beurteilst du die Arbeit des Wahlausschusses in den letzten Jahren?
Für mich ist die Arbeit des WA kaum zu beurteilen, da dieser zur Verschwiegenheit verpflichtet ist. Sie zeigt sich aber angesichts der ausgewählten Kandidaten für den Aufsichtsrat. Bislang finde ich, dass aus den vorhandenen Bewerbern immer ein breites Spektrum an Kandidaten zur Wahl zugelassen wurde. Und so soll es ja auch sein.

7. Sollte man den Wahlausschuss reformieren? Wenn ja, wie?
Nein, und deshalb ist der eingereichte Änderungsantrag für mich auch völlig unverständlich. Die Mitglieder haben im letzten Jahr bereits durch eine Satzungsänderung eine Reform eingeleitet, die in diesem Jahr erstmalig zum Tragen kommt. Es wird 8 statt 7 Wahlausschussmitglieder geben und die Amtsdauer wird durch ein rollierendes und transparentes System geregelt. In meinen Augen eine sehr gute Lösung, die keine weitere Änderung benötigt und sich doch erst einmal bewähren können sollte. Auch ist es für mich selbstredend, dass die Kandidaten ausschließlich vom höchsten Gremium des Vereins gestellt und gewählt werden, nämlich von den Mitgliedern! Dieses neue System gewährleistet, dass der WA immer sowohl erfahrene als auch neue Mitglieder beinhaltet.