1. Kannst du dich kurz vorstellen?
Anja Wortmann, Jahrgang 1973; ich wohne in Gladbeck, bin verheiratet und habe einen 17-jährigen Sohn. Ein Großteil meiner Freizeit gehört Schalke, daneben zählen aber auch aktiv betriebene Sportarten, Musik und Bücher zu meinen Hobbies. Beruflich bin ich bei der Landesfinanzverwaltung NRW als Betriebsprüferin im Bereich der Großbetriebe und Konzerne tätig.

2. Warum hast du dich für den Wahlausschuss beworben?
Durch den Rücktritt von Stefan Barta nach der Mitgliederversammlung 2016 habe ich als „Nachrücker“ dem Wahlausschuss für ein Jahr angehört. Ich halte die Mitarbeit in diesem Gremium für eine wichtige und verantwortungsvolle Aufgabe in unserem Verein und würde sie gerne im Sinne der Mitglieder weiter fortführen.

3. Warum sollten Schalker ausgerechnet dich wählen?
Ich bin offen, ehrlich und zuverlässig. Darüber hinaus kann ich mir eine Meinung frei und unabhängig bilden und auf dieser Grundlage entsprechende Entscheidungen treffen.

4. Was macht für dich einen guten Aufsichtsratskandidaten aus?
Ein guter Aufsichtsrat bringt seine besonderen Stärken auf bestimmten Gebieten in dieses Gremium ein. Er soll dabei als Teamplayer agieren und an einer konstruktiven Zusammenarbeit im Aufsichtsrat mitwirken. Er muss seine Entscheidungen stets auf das Vereinswohl ausrichten, sollte dabei aber die Basis des Vereins, die Mitglieder, nie aus den Augen verlieren und die besonderen Schalker Wertvorstellungen und Traditionen nicht dem sportlichen Erfolg opfern.

5. Wie beurteilst du die Arbeit des Aufsichtsrats in den letzten Jahren?
Im Idealfall tritt der Aufsichtsrat kaum öffentlich in Erscheinung, es sei denn es betrifft Personalentscheidungen auf Vorstandsebene. Meinungsverschiedenheiten innerhalb des Gremiums sollten intern geklärt werden, dies hat leider in den letzten Jahren nicht immer funktioniert. Sportlich gesehen war die letzte Saison nicht wirklich erfolgreich und auch das Trainerkarussell hat sich mal wieder gedreht. Ich würde mir wünschen, dass diesbezüglich endlich etwas Konstanz einzieht und nicht vor jeder neuen Saison ein Umbruch verkündet werden muss. Daran sollte künftig verstärkt gearbeitet werden.

6. Wie beurteilst du die Arbeit des Wahlausschusses in den letzten Jahren?
Da ich selbst diesem Gremium derzeit angehöre, möchte ich mich dazu nicht näher äußern. Allerdings halte ich die in der kürzlich an alle Mitglieder ergangenen Mail getroffene Aussage, dass der Wahlausschuss „seiner Aufgabe“ nicht gerecht wird, keineswegs für zutreffend.

7. Sollte man den Wahlausschuss reformieren? Wenn ja, wie?
Der Wahlausschuss wurde bereits durch die auf der letzten Mitgliederversammlung beschlossene Satzungsänderung reformiert, die Zahl der Mitglieder wird auf 8 erhöht und ab diesem Jahr tritt erstmals analog zu den Aufsichtsratswahlen ein rollierendes Verfahren in Kraft. Dieser Neuregelung sollte man zunächst eine Chance geben, ehe man sie jetzt schon wieder „über den Haufen wirft“. Im übrigen halte ich die in dem jetzt vorliegenden Satzungsänderungsantrag zum Wahlausschuss vorgesehene Regelung für höchst undemokratisch und sehe sie als eine schrittweise Entmündigung der Mitgliederversammlung, da diese dann nicht mehr vollständig über die Zusammensetzung des Wahlausschusses entscheidet und noch nicht einmal die Mehrheit der Mitglieder in diesem wählen könnte.