1. Kannst du dich kurz vorstellen?
Mein Name ist Frank Basdorf, 50 Jahre alt, verheiratet, ein Kind. Ich bin in Gelsenkirchen geboren, aufgewachsen und treu geblieben. Seit 1977 bin ich Mitglied in unserem Verein und immer noch leidenschaftlicher Fan.

Beruflich bin ich gelernter Kraftfahrzeugmechaniker- und Kraftfahrzeugelektrikermeister sowie Betriebswirt des Handwerks. Über einen großen Automobilhersteller habe ich die Weiterbildungen zum Verkaufsleiter, Serviceleiter und Geschäftsführer abgeschlossen. Heute leite ich ein kleines mittelständisches Familienunternehmen mit 38 Mitarbeitern.

Neben meiner Familie interessiere ich mich generell für Sport und insbesondere für unseren Verein FC Schalke 04. Als 1. Vorsitzender des DOM.Veranstaltung e.V. und 2. Vorsitzender des Fördervereins der Pfefferackerschule engagiere ich mich für unsere Stadt Gelsenkirchen. Dies unterstreiche ich durch die Mitgliedschaft in verschiedenen Werbegemeinschaften und der Wirtschaftsinitiative Gelsenkirchen. Mit unserem Betrieb besuchen wir viele Veranstaltungen in unserer Stadt. Damit unterstützen wir auch kleinere Vereine und versuchen, die Stadt attraktiver zu machen.

2. Warum hast du dich für den Wahlausschuss beworben?
Durch meine berufliche Tätigkeit habe ich viel mit Menschen zu tun und finde den Bereich Personalauswahl sehr wichtig und interessant. In jungen Jahren habe ich für einen großen Automobilkonzern als Berater bei diversen Personalauswahlverfahren mitgearbeitet. Das hat mir nicht nur Spaß gemacht, sondern auch das nötige Handwerkszeug vermittelt, die richtigen Entscheidungen bei der Personalauswahl zu treffen.

Bei der Entwicklung unseres Vereins in der jüngeren Vergangenheit fehlt mir unsere persönliche „Schalker Note“. Wir haben mit unserem Leitbild eine hervorragende Grundlage gelegt, Schalke zu leben. In den Gremien fehlt mir allerdings die Leidenschaft für den FC Schalke 04 und unsere Stadt. Das muss geändert werden!

Ich habe mich beworben, weil es eine Ehre für mich wäre, an der positiven Entwicklung unseres Vereins mitzuarbeiten. Ich bin mir sicher, dass ich mich qualitativ wertvoll einbringen kann.

3. Warum sollten Schalker ausgerechnet dich wählen?
Die Wahl sollte auf mich fallen, weil ich eine sehr gute Qualifizierung für diesen Job mitbringe. Vor allem aber bin ich gebürtiger Gelsenkirchener und auch hier verwurzelt. Ich besitze eine emotionale Leidenschaft für den FC Schalke 04, entscheide aber sachlich und mit Verstand. Weiterhin gehöre ich keiner Gruppe an, die mich in meinen Entscheidungen in eine Richtung beeinflusst. Für mich steht alleine der Verein im Vordergrund.

4. Was macht für dich einen guten Aufsichtsratskandidaten aus?
Der Aufsichtsratskandidat muss kommunikativ und mit einer hohen sozialen Kompetenz ausgestattet sein. Er muss mit Schalke, dem Verein, aber auch mit unserer Stadt tief verbunden sein. Die Weitsichtigkeit für kaufmännische Entscheidungen und das Wohl unseres Vereins ist Grundvoraussetzung eines jeden Aufsichtsratsmitgliedes. Wir brauchen starke Charaktere, die über den Tellerrand schauen können und den Verein international ausrichten und fördern.

5. Wie beurteilst du die Arbeit des Aufsichtsrats in den letzten Jahren?
Im Großen und Ganzen hat der Aufsichtsrat eine gute Arbeit geleistet. Diskussionen und unterschiedliche Meinungen sind wichtig und notwendig, um Erfolg zu haben. Was mir allerdings ganz und gar nicht gefallen hat, waren die öffentlich ausgetragenen Diskussionen und die mangelnde Fähigkeit, Konflikte einvernehmlich zu lösen. In einem erfolgreichen Unternehmen/Verein wie Schalke darf es nicht dazu kommen, dass Details in der Öffentlichkeit diskutiert werden und wir uns gegenseitig verklagen.

Außerdem finde ich es nicht gut, wenn die Tätigkeit als Aufsichtsrat in unserem Verein dazu genutzt wird, sich in der Öffentlichkeit zu profilieren. Deshalb bin ich der Meinung, dass wir uns darauf rückbesinnen müssen, was Schalke im Kern ausmacht.

Dennoch gebührt jedem Aufsichtsratsmitglied mein Respekt vor seiner geleisteten Arbeit.

6. Wie beurteilst du die Arbeit des Wahlausschusses in den letzten Jahren?
Auch hier sollte man jedem Mitglied des Wahlausschusses für die Arbeit in diesem Gremium danken. Verbesserungspotential sehe ich in den Punkten Verschwiegenheit und Neutralität. Als Außenstehender bzw. Mitglied darf man nicht das Gefühl haben, dass Personal­entscheidungen aus emotionalen Gründen gefällt werden. Genau dieses Gefühl hatte ich leider. Hier sind meiner Meinung nach Veränderungen notwendig und ich freue mich, wenn ich an deren Umsetzung mitarbeiten darf.

7. Sollte man den Wahlausschuss reformieren? Wenn ja, wie?
Ja, man sollte den Wahlausschuss reformieren. Die geplante Satzungsänderung ist sicherlich der richtige Schritt, da wir als Mitglieder auch weiterhin auf der Mitgliederversammlung unsere Kandidaten für den Wahlausschuss wählen können. Zusätzlich können aber auch die Gremien, die in wirtschaftlicher Hinsicht viel näher am Verein sind, qualifizierte Kandidaten nominieren. Das ist eine faire und wichtige Weichenstellung, damit ganzheitliche Entscheidungen im Sinne unseres Vereins getroffen werden und wir die Grundlagen für eine erfolgreiche Zukunft des FC Schalke 04 legen können.