1. Kannst du dich kurz vorstellen?
Dr.-Ing. Stephan Kleier, 52 Jahre alt, wohnhaft in Gelsenkirchen. Seit 2010 Mitglied der Schalker Fan-Initiative und seit 2006 Mitglied der Ultras Gelsenkirchen. Mitglied im Verein seit 2002. Derzeit stellvertretender Vorsitzender des Wahlausschusses.

2. Warum hast du dich für den Wahlausschuss beworben?
Die Arbeit im Wahlausschuss ist eine wichtige Aufgabe, die ich die letzten 6 Jahre, davon 3 Jahre als Vorsitzender, gerne übernommen habe und weiterführen möchte. Deshalb stelle ich mich erneut zur Wahl.

3. Warum sollten Schalker ausgerechnet dich wählen?
Seit einigen Jahren bin ich in der Vereinsarbeit aktiv. Angefangen hat das mit dem „Runden Tisch“ der Leitbildkommission. Auch an den vor einigen Jahren verabschiedeten Satzungsänderungen zur Mindestdauer der Mitgliedschaft zur Kandidatur für Gremien habe ich mitgearbeitet. Letztes Jahr habe ich erfolgreich den Satzungsänderungsantrag gestellt, die Ausgliederung der Profiabteilung der Auflösung des Vereines gelichzusetzten. Hierzu wurde dann jetzt auch eine Mehrheit von 75% der Stimmen benötigt.

Ansonsten bin ich so, wie man sich einen Ingenieur vorstellt: Ich analysiere, sehe mir Sachen genau und ruhig an und bin dabei aber immer auf pragmatische Lösungen aus. Genau diese Eigenschaften will ich weiter in den Wahlausschuss einbringen.

4. Was macht für dich einen guten Aufsichtsratskandidaten aus?
Die Satzung sieht vor, dass der Aufsichtsrat die Arbeit des Vorstands begleitet, unterstützt und kontrolliert. Die Aufgaben der drei hauptberuflich tätigen Vorstände sind vielfältig und häufig komplex. Daher kommt es für mich in erster Linie darauf an, dass die Mitglieder des Aufsichtsrats die notwenige Expertise mitbringen, um ihrer Rolle gerecht werden zu können. Außerdem sollten die Aufsichtsräte als Vertreter der Mitglieder eine gute Verbindung zu der großen sehr vielfältigen Mitgliederbasis haben.

Wie auch bei unseren Mannschaften sind die Arbeit des Aufsichtsrats und ihre Ergebnisse eine Teamleistung. Kandidaten für den Aufsichtsrat sollten sich durch eine hervorragende fachliche Kompetenz, Liebe zu unserm Verein und Team- und Kompromissfähigkeit auszeichnen. Besonders für Aufsichtsräte eines großen Vereins sind der Respekt vor den Mitgliedern und deren demokratischen Entscheidungen eine Grundvoraussetzung.

5. Wie beurteilst du die Arbeit des Aufsichtsrats in den letzten Jahren?
Es ist schwierig, die Arbeit eines Gremiums zu beurteilen, in die man wenig Einblick hat. Es ist auch nicht die Aufgabe des Wahlausschusses, die Arbeit der Aufsichtsräte zu beurteilen. Als Vereinsmitglied bin ich mit der Arbeit des Aufsichtsrats, soweit sie mir bekannt wurde, zufrieden. Aus dem Aufsichtsrat sollen ja auch keine internen Informationen an die Öffentlichkeit dringen. Speziell die Außendarstellung vor der letzten Mitgliederversammlung war sehr fragwürdig. Nach der Versammlung hat es sich aber erfreulicher Weise sehr stark gebessert.

6. Wie beurteilst du die Arbeit des Wahlausschusses in den letzten Jahren?
Bei der Beantwortung dieser Frage bin ich natürlich befangen. Meiner Ansicht nach haben wir die uns in der Satzung zugewiesenen Aufgaben ordnungsgemäß und gut erledigt.

Der Wahlausschuss hat in der letzten Periode darüberhinaus seine eigene Reform angestoßen und entsprechen die Satzung auf der letzten Mitgliederversammlung geändert. Dieses Jahr wird letztmalig ein Wahlausschuss mit nun 8 Personen gewählt und in den folgenden Jahren je 2 neue Kandidaten. Dies führt zu einen besseren Kontinuität und vermindert die Gefahr von massiven Verschiebungen Aufgrund möglicher temporärer Stimmungen und Ereignissen.

Weiter ist der Wahlausschuss bis jetzt das einzige Gremium, das zur größeren Transparenz seine Geschäftsordnung auf der Homepage des Vereins veröffentlicht hat.

7. Sollte man den Wahlausschuss reformieren? Wenn ja, wie?
Eine grundsätzliche Reform halte ich nicht für notwendig zumal ja erst auf der letzten Mitgliederversammlung eine Reform beschlossen wurde. Dies sollte man erst mal ein paar Jahre beobachten und dann bei potenziellem Bedarf nachbessern.

Aus meiner Sicht hat es sich in den vergangenen Jahren bewährt, dass die Mitgliederversammlung sämtliche Mitglieder des Wahlausschusses aus ihrer Mitte frei wählen kann. Das müssen wir beibehalten.