1. Kannst du dich kurz vorstellen?
Mein Name ist Mathias Schipper, 59 Jahre alt, verheiratet, 2 Kinder, seit 24 Jahren selbstständiger Physiotherapeut.

2. Warum hast du dich für den Wahlausschuss beworben?
Wer, wie ich, häufig Kritik äußert, der sollte am besten selbst aktiv werden. Deshalb möchte ich Verantwortung für meinen Verein übernehmen und mich dafür einsetzen, Dinge zum positiven zu verändern.

3. Warum sollten Schalker ausgerechnet dich wählen?
Auf Grund der Menschenkenntnisse, die ich durch 24 jährige Selbstständigkeit und durch den regelmäßigen Kontakt zu Menschen, die aktuell im sportlichen Bereich tätig sind, erworben habe.

Durch die emotionale Bindung an den FC. Schalke 04, bedingt durch die langjährige Zeit als Profi für unseren Club, sowie durch die engen Kontakte zu den Fan Clubs und auch zu den einzelnen Fans konnte ich ein Gespür für die Wünsche der Anhänger entwickeln. Diese Erfahrungen kann ich auch in die Gespräche mit Bewerbern für den Aufsichtsrat einfließen zu lassen.

Außerdem sollten mich die Schalker wählen, weil ich mich als unabhängiger Kandidat bewerbe. Für eine kritische Auswahl des Aufsichtsrats ist diese Distanz nötig.

4. Was macht für dich einen guten Aufsichtsratskandidaten aus?
Der Bewerber sollte ein unabhängig denkender und handelnder Mensch sein, der über gute Menschenkenntnisse verfügt. Er sollte eine hohe soziale Kompetenz mitbringen, damit eine konstruktive Zusammenarbeit im Aufsichtsrat möglich ist. Wichtige Entscheidungen sollte er stets im Sinne des FC Schalke 04 treffen.

Darüber hinaus sollte der Aufsichtsratskandidat über eine gute Vernetzung innerhalb von Wirtschaft, Politik, Sport und Verwaltung verfügen. Auch Kenntnisse über den nationalen und internationalen Fußball sowie Kontakte in diesen Bereichen sind notwendig und förderlich.

Sehr wichtig finde ich auch, dass der Bewerber einen Blick für den Breitensport in unserem Verein hat und diesen auch in Zukunft weiter fördert.

5. Wie beurteilst du die Arbeit des Aufsichtsrats in den letzten Jahren?
Zunächst unterstelle ich jedem Mitglied des Aufsichtsrates, dass nach besten Wissen und Gewissen gehandelt wurde. Leider ist durch die Darstellung in den Medien der Eindruck entstanden, dass der Aufsichtsrat nicht als geschlossene Einheit vorgegangen ist und auch nicht konstruktiv zusammengearbeitet hat. Dieser Eindruck schafft kein Vertrauen und Rückhalt bei den Mitgliedern, sondern schürt Misstrauen und Unruhe. Das ist nicht gut für den FC Schalke 04 und sollte sich in Zukunft ändern.

6. Wie beurteilst du die Arbeit des Wahlausschusses in den letzten Jahren?
Nach meiner Beobachtung trägt der Wahlausschusslieber interne Machtkämpfe aus, als sich um das Wohl und die Zukunft unseres Vereins zu kümmern. Dadurch war der Wahlausschuss in seiner Aufgabe, einen funktionierenden Aufsichtsratezusammenzustellen, erheblich beeinträchtigt. Dies hat dem FC Schalke 04 massiv geschadet und muss sich ändern.

7. Sollte man den Wahlausschuss reformieren? Wenn ja, wie?
Die vorgeschlagene Satzungsänderung finde ich in diesem Zusammenhang mit meiner Kritik an der Arbeit des Wahlausschusses in den letzten Jahren durchaus zweckmäßig. Ich erhoffe mir, dass der Wahlausschuss durch eine breitere Aufstellung auch inhaltlich besser zusammenarbeiten kann.